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Zürcher Yacht Club
 

Eurocup Riva del Garda 2015

 
 

Foto: Elena Giolai
 
Zwischen dem 24. und dem 27. Oktober fand, wie jedes Jahr, der letzte von insgesamt 10 Eurocups der 29er in Riva am Gardasee statt.
Vom ZYC waren Linus Rigling und Johanna Klötzli das einzige Team. Begleitet wurden wir von Linus’ Vater. Wir fuhren am Dienstagabend in Zürich ab und kamen am frühen Mittwochmorgen kurz vor 3 Uhr schliesslich in unserer Unterkunft an. Am Morgen schrieben wir uns ein und machten das Boot bereit, worauf wir am Mittag ausliefen. Insgesamt nahmen 131 Teams aus 20 verschiedenen Nationen teil, neben uns auch noch sechs weitere Schweizer Teams, alle aus Versoix. Wir konnten einen Lauf bei Leichtwind segeln und klassierten uns im Mittelfeld, womit wir sehr zufrieden waren. Weil der Wind immer mehr nachgab, musste der zweite Lauf abgebrochen werden und wir segelten zurück in den Hafen.
 
Am Donnerstag wehte der Wind zuerst aus ungewöhnlicher Richtung. Als er aber drehte, konnten wir vier Läufe bei ca. 15 Knoten Wind segeln. Wir hatten jeweils ziemlich gute Starts aus der ersten Reihe, fielen aber während dem Lauf häufig wieder zurück. Vor allem mit den Wellen, die wir uns auf dem Zürichsee nicht gewohnt sind, hatten wir grosse Mühe.
 
Am Freitag gab es von Anfang an Wind aus südlicher Richtung, verursacht durch eine Grosswetterlage. Es gab in den Böen bis zu 20 Knoten Wind und wieder Wellen, die uns Plätze kosteten. Nachdem unsere Fleet über 45 Minuten gebraucht hatte, um einen gültigen Start durchzuführen, konnten wir drei Läufe segeln. Am Ende waren wir erschöft, aber auch glücklich, da der Tag sehr Spass gemacht hatte.
 
Für den Samstag war Regen angesagt, der bereits in der Nacht eintraf und Starkwind mit sich brachte. Da die Silverfleet, in der wir waren, bereits am Freitag ziemlich Mühe mit den Bedingungen gehabt hatte, entschied sich die Wettfahrleitung, vorerst nur die Goldfleet segeln zu lassen. Als wir kurz darauf erfuhren, dass auf der Regattabahn 40 Knoten gemessen werden konnten, waren wir uns einig, dass es wohl der richtige Entscheid war.
Nachdem ein Mitglied des Rennkommitees uns informierte, dass der Wind den ganzen Tag so bleiben würde und dass man die Silverfleet nicht mehr aufs Wasser schicken würde, begannen wir damit, das Motorboot auszuwassern und die Boote aufzuladen.
Doch die Vorhersage war falsch gewesen, der Wind wurde schwächer, das Wetter besser und kurz nachdem die Boote endgültig verladen waren, setzte die Wettfahrtleitung doch noch die Flagge L und schickte so die Silverfleet doch noch aufs Wasser. Enttäuscht gingen wir in die Unterkunft, um noch eine Pause vor der Rückfahrt zu machen. Als wir dann in den Hafen gingen, um den Anhänger abzuholen waren bereits alle Segler wieder zurück an Land und wir erfuhren, dass die Goldfleet den ganzen Tag über nur einen Lauf segeln konnte und die Silverfleet ganz umsonst ausgelaufen war. Etwas glücklicher als zuvor, verabschiedeten wir uns, assen ein letztes Eis im Flora und machten uns auf den Weg zurück in die Schweiz. Auf dem Brenner gerieten wir noch in einen heftigen Schneefall, worauf wir um 23.30 Uhr schliesslich im ZYC ankamen und noch die Boote abluden.
 
Die ganze Woche war ein super Erlebnis, das Regattasegeln hat Spass gemacht, wir haben viel gelernt, uns verbessert und es war auf jeden Fall ein guter Saisonabschluss.
 
Bericht von Linus Rigling
 
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